Nicole
Studer
Wer ich bin
Von aussen werde ich oft als fröhlicher, aufgestellter und herzlicher Mensch wahrgenommen. Als jemand, der gerne mit Menschen in Kontakt tritt, offen kommuniziert und anderen mit Toleranz und Respekt begegnet. Wild, mutig, kreativ und ideenreich – auch diese Eigenschaften werden mir immer wieder zugeschrieben.
Selbst würde ich mich als intuitiv, empathisch, sensibel und durchlässig beschreiben. Vielleicht spielt dabei auch mein Horoskop eine Rolle: Ich bin Krebs und Fisch, mit einer Prise Zwilling.
Doch auch ich kenne meine Schattenseiten. Unsicherheit, Selbstzweifel oder Vergleiche tauchen immer wieder auf. Die Angst, Fehler zu machen oder nicht geliebt zu werden, kann Raum einnehmen. In solchen Momenten meldet sich mein inneres Kind, der Mut wird leiser und ein Bedürfnis nach Rückzug entsteht. Ich bin ein Mensch – wie wir alle.
Yoga hilft mir seit vielen Jahren, immer wieder in meine Kraft und mein Vertrauen zurückzufinden. Mit 14 Jahren kam ich zum ersten Mal mit Yoga in Berührung – und spürte schnell, dass diese Praxis etwas Besonderes für mich bereithält. Seit über 30 Jahren begleitet mich Yoga als verlässlicher Weg: stärkend, beruhigend und immer wieder zurückführend zu mehr Gelassenheit und Bewusstsein.
Heute begleite ich Menschen dabei, diesen Zugang auch für sich selbst zu entdecken.
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Über mich – der Weg zu 8voll
Manche Wege im Leben entstehen nicht aus einem Plan.
Sie entstehen aus Erfahrungen, aus Fragen, aus dem Wunsch zu verstehen – sich selbst und das Leben.Mein Weg zu Yoga, zur Begleitung von Menschen und schliesslich zu 8voll war kein gerader.
Er war geprägt von Suche, Veränderung, Mut und der leisen Rückkehr zu dem, was sich wirklich wahr anfühlt.Ein früher Wendepunkt
Meine Kindheit war geprägt von Unsicherheit, Angst und frühen Herausforderungen. Mit 14 Jahren zog ich aus dem Elternhaus aus und musste früh lernen, für mich selbst Verantwortung zu übernehmen. In genau dieser Zeit begegnete mir etwas, das mein Leben bis heute begleitet: Yoga.
Einmal pro Woche besuchte ich einen kleinen Yogakurs bei Christa. Dort lernte ich zum ersten Mal, wie beruhigend eine bewusste Atmung sein kann und wie eine körperliche Praxis neue Energie, Vertrauen und Zuversicht schenken kann. Diese Stunden wurden zu einem stillen Anker in einer bewegten Lebensphase.
Als ich 16 Jahre alt war, zog ich in eine kleine Wohnung in der Winterthurer Altstadt – nur wenige Schritte vom heutigen 8voll Studio entfernt. Dort begann ich auch meinen beruflichen Weg als Modeberaterin. Schon damals liebte ich es, Menschen zu beraten, sie zu begleiten und ihre Persönlichkeit sichtbar zu machen.
Mein junges Erwachsenenleben war gleichzeitig geprägt von intensiven Erfahrungen, u.a. einer lebendigen Ausgangszeit, mit viel Musik und Tanzen – etwas, das mich schon als Kind tief berührte. Doch um wirklich frei und ohne Scham tanzen zu können, fand ich immer wieder zum Yoga zurück.
Auch nachdem meine erste Yoga-Lehrerin in Pension gegangen war, blieb die Praxis ein wichtiger Begleiter. In verschiedenen Yoga Studios im Raum Winterthur suchte ich weiter nach dieser Erfahrung – und fand doch vor allem eines: dass Yoga, unabhängig vom Ort, immer wieder Stabilität schenken kann.
Über viele Jahre hinweg half mir diese Praxis, durch unterschiedlichste Lebensphasen zu gehen: berufliche Veränderungen, Beziehungserfahrungen, Selbstzweifel, Krisen und persönliche Herausforderungen. Yoga wurde zu einem inneren Raum, in dem ich immer wieder zu mir selbst zurückfinden konnte.
Die Welt entdecken
Mit 25 Jahren folgte ich einer weiteren tiefen Sehnsucht: dem Reisen. Obwohl ich als Kind kaum die Möglichkeit hatte, die Welt zu entdecken, spürte ich schon früh eine starke Neugier auf das Leben ausserhalb meiner eigenen Realität. Also ging ich so weit weg, wie ich konnte – nach Neuseeland.
Dort begegnete mir eine Lebenshaltung, die mich nachhaltig prägte: Offenheit, Freundlichkeit und das Gefühl, dass Möglichkeiten grösser sein können als die eigenen Zweifel.
Nach meiner Rückkehr entschied ich mich, mich auch beruflich weiterzuentwickeln, und begann die gestalterische Berufsmatura. Zwei intensive Jahre voller Kunst, Farben und Kreativität folgten – bevor mich die Welt erneut rief.
Auf einer längeren Reise rund um den Globus erweiterte sich mein Blick auf das Leben grundlegend. Ich begegnete unterschiedlichen Kulturen, Lebensrealitäten und auch den grossen Herausforderungen unserer Zeit: Armut, Umweltprobleme und gesellschaftliche Ungleichheiten.
Diese Erfahrungen führten zu einer entscheidenden Frage: Wie kann ich einen Beitrag leisten?
Der Weg in die Soziale Arbeit
Die Antwort führte mich in die Soziale Arbeit.
Mit 30 Jahren begann ich als Sozialarbeiterin in einem Jugendheim zu arbeiten. Es folgten Tätigkeiten als Berufsbeiständin, Schulsozialarbeiterin und später als Case Managerin für Jugendliche und junge Erwachsene mit komplexen Lebenssituationen.
In diesen Jahren vertiefte ich mich in Themen wie Soziologie, Entwicklungspsychologie, gesellschaftliche Strukturen sowie psychische und psychiatrische Erkrankungen. Ich lernte, Lebenssituationen systemisch zu betrachten, gemeinsam mit Menschen Lösungen zu entwickeln und Räume für ehrliche Gespräche zu schaffen.
Gleichzeitig blieb Yoga mein persönlicher Ausgleich. Ich besuchte Retreats, Ashrams und Yogaschulen in verschiedenen Teilen der Welt und lernte dabei vielfältigere, kreativere und musikalischere Formen der Praxis kennen als ich sie zuvor kannte.
Eine besondere Begegnung auf einer Indienreise im Jahr 2019 sollte rückblickend eine unerwartete Bedeutung bekommen. Ein Mann suchte mich immer wieder in meinem Ashram auf und übergab mir Schriften des spirituellen Lehrers Yogananda. Als ich ihn schliesslich auf meine Verunsicherung ansprach, sagte er mir, es sei sein Karma, mich auf meine Rolle als Yogalehrerin vorzubereiten.
Damals erschien mir diese Aussage eher absurd. Doch die Idee begann in mir zu arbeiten.
Die Geburt von 8voll
Nach über zwanzig Jahren als Yogaschülerin entschied ich mich schliesslich, selbst den Schritt in diese Rolle zu wagen. 2020 durfte ich bei meiner damaligen Mentorin in Biel erste Erfahrungen als Yogalehrerin sammeln.
Ein weiterer Wendepunkt brachte mich 2022 zurück in meine Geburtsstadt Winterthur. Im Februar desselben Jahres eröffnete ich 8voll Yoga am Kirchplatz.
Parallel dazu vertiefte ich meine Praxis und mein Wissen in verschiedenen Ausbildungen – unter anderem in Tantra-Philosophie, Kundalini Yoga, Yoga-Einzelcoaching, Breathwork sowie in der Arbeit mit Klang, Sound und freiem Tanz. Der jüngste Schritt auf diesem Weg ist ein Masterstudium in Sexologie, das aus einer persönlichen und fachlichen Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Lebensthema entstanden ist.
Mit dem Eintritt in meine vierziger Jahre begann für mich eine Phase intensiver Selbstreflexion – eine Art zweite Pubertät. Ich erkannte, wie stark mein Leben lange von Anpassung, Erwartungen und dem Wunsch geprägt gewesen war, es anderen recht zu machen.
Yoga half mir, mich wieder stärker mit meinem authentischen Selbst zu verbinden.
Genau diese Erfahrung möchte ich heute weitergeben.
Mit 8voll ist ein Raum entstanden, der Menschen dabei unterstützen soll, sich selbst bewusster zu begegnen – durch Bewegung, Atmung, Klang, Begegnung und ehrliche Selbstreflexion.
Denn manchmal beginnt ein neuer Weg genau dort,
wo wir den Mut finden, wirklich wir selbst zu sein.
Ausbildungen und Schwerpunkte im Überblick
Breathwork Mentorin: (Fokus auf Conscious Connected Breathing). Bei Samadhia Sacred Space, Kerstin Schreier-Gemkow.
Zertifizierte Yogalehrerin: (Fokus auf Tantra, Vinyasa und Power Yoga). Teacher Training RYT 500. Bei Exhale Basel, Markus Latscha.
Weiterbildung in Nada Yoga: (Fokus auf Mantrasingen und Voiceactivation). Bei Vocalinspiration, Noemi Schneeberger.
Weiterbildung in Contact Improvisation: (Fokus physischer Dialog durch improvisiertes Tanzen). Bei Diane Gemsch.
Bachelor of Science in Sozialer Arbeit: (Fokus auf Systemisches Arbeiten, Soziologie, Psychologie, Gesprächsführung, Mediation, Organisationswissen, lösungs- und zielorientiertes Arbeiten. Bei Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.
Master of Arts in Sexologie i.A.: (Fokus auf sexologische Beratungen, Therapie und Pädagogik in sexueller Gesundheit). Bei ISP Zürich, Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie.
Seminar in Sexualpädagogik an Schulen. (Fokus auf Sexualpädagogik mit Jugendlichen). Bei Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.
Certificate of Advanced Studies: Systemische Schulsozialarbeit (Fokus auf systemisches Arbeiten mit Einzelpersonen, Gruppen und Klassen, Spiel-, Theater- und Erlebnispädagogik, Projektplanung und -gestaltung. Bei Fachhochschule Nordwestschweiz.
Weiterbildungskurs Grundkurs Praxisausbildung: (Fokus auf methodisch-didaktische Qualifikation). Bei Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.